
Das französische E-Invoicing-Modell: PPF und zertifizierte Plattformen
Die klassische Rechnungsstellung wird durch ein verpflichtendes, vollständig digitales E-Invoicing-System ersetzt. Frankreich setzt dabei auf ein eigenes Übermittlungsmodell: Elektronische Rechnungen können künftig nicht mehr direkt zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht werden, sondern müssen über staatlich zugelassene Plattformen übermittelt werden. Unternehmen müssen sich daher auf neue Prozesse für den Versand, den Empfang und die Meldung von Rechnungsdaten einstellen. QITS unterstützt dabei, Deine Rechnungsprozesse rechtzeitig compliant, effizient und zukunftssicher aufzustellen.
Was bedeutet E-Invoicing in Frankreich?
Die französische Reform führt ein nationales System für strukturierte elektronische Rechnungen und E-Reporting ein. Ziel ist die vollständige Digitalisierung und Steuertransparenz im B2B-Bereich.
Kernpunkte der Reform

Pflicht zur strukturierten E-Rechnung im B2B-Inland

Einführung von E-Reporting für B2C und grenzüberschreitende Transaktionen

Nutzung zertifizierter Plattformen für den Rechnungsaustausch

Ablösung von PDF- und Papierrechnungen im B2B-Kontext
Zeitplan der Einführung

- Empfangspflicht: Alle französischen Unternehmen (unabhängig von ihrer Größe) müssen in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu empfangen.
- Ausstellungspflicht: Großunternehmen und mittelständische Unternehmen (ETIs) müssen mit der Ausstellung elektronischer Rechnungen beginnen

- Ausstellungspflicht: Kleine und mittlere Unternehmen (KMU/PME) sowie Kleinstunternehmen müssen mit der Ausstellung elektronischer Rechnungen beginnen.
Das französische Modell im Überblick
E-Invoicing (B2B Inland)
- Strukturierte Rechnungen zwischen französischen Unternehmen
- Austausch ausschließlich über zugelassene Plattformen
E-Reporting (B2C & Ausland)
- Meldung von Transaktions- und Zahlungsdaten
- Gilt für internationale Geschäfte und Endkundentransaktionen
Plattformmodell (PPF & PDP)
- Zentrales staatliches Portal (PPF)
- Zertifizierte private Plattformen (PDP/ “Plateformes Agréées”)
- Rechnungen werden über diese Infrastruktur verarbeitet und weitergeleitet
Technische Anforderungen
Unternehmen müssen sich auf neue technische Standards einstellen:
- Strukturierte Formate wie Factur-X, UBL CIUS (FR), CIICIUS (FR), UBL FR EXTENDED, CII FR EXTENDED
- Nutzung zertifizierter Plattformen (PDP/PPF-Anbindung)
- Elektronische Übermittlung von Rechnungs- und Statusdaten
- Langfristige revisionssichere Archivierung (mind. 10 Jahre empfohlen)
QITS unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung der französischen E-Invoicing-Pflicht und dient im Multi-Corner-Modell als Ansprechpartner.
Analyse der bestehenden Rechnungsprozesse
Integration von E-Invoicing- und E-Reporting-Strukturen
Anbindung an Plattformmodelle (PPF/ PDP)
Umsetzung internationaler Compliance-Anforderungen
Unterstützung bei Rollout und Betrieb
Warum jetzt handeln?
Frankreich führt eines der komplexesten E-Invoicing-Modelle Europas ein. Die Umstellung betrifft nahezu alle Unternehmen mit französischen Geschäftspartnern.
Wer frühzeitig handelt, profitiert von:
Geringeren Implementierungskosten
Stabileren IT-Prozessen
Geringem Compliance-Risiko
Reibungsloser Integration in internationale Systeme
Entdecke zusätzliche Informationen zu weiteren Ländern sowie deren aktuelle Richtlinien und Anforderungen in unserer zentralen Übersicht.
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Martin Halfmann